Was ist Thermoholz?

Holz, das durch thermische Verfahren (Hochtemperaturbehandlung) gezielt in seinen Eigenschaften verändert wird. Dabei werden durch hohe Temperaturen (170 bis 230°C) und ohne Zusatz von Hilfsstoffen die notwendigen Eigenschaften eingestellt.

Achtung: Thermoholz ist nicht gleich Thermoholz!

Das Wort Thermoholz bedeutet lediglich das es sich um Holz handelt welches thermisch behandelt wurde, sagt aber nichts über das Endprodukt aus, gerade hier aber gibt es wichtige Unterschiede. Welche Holzart wird thermisch behandelt und vor allem auf welche Verfahrensweise!
Nach dreijähriger Forschungsarbeit  ist es Mirako erstmalig gelungen ein thermisches Verfahren zu entwickeln und damit die Buche, als Thermobuche in die höchste Haltbarkeitsstufe umzuwandeln. Auch andere Holzarten mit anderen thermischen Verfahren wurden erforscht und Mirako ist hier zu weiteren innovativen Ergebnissen gekommen. Das Ergebniss sind verschiedene Endprodukte für verschiedene Einsatzgebiete. Besonders interessant ist die Tatsache das sich auch gezielt verschiedene Farbabstufungen einstellen lassen. Mirako erhielt für seine Ergebnisse unter anderem den Innovationspreis 2003.

Welche Vorgänge laufen dabei im Holz ab?

Unter dem Einfluss der Hitze und Feuchtigkeit wird der Zellwandaufbau so verändert, daß die Möglichkeit der Wasseraufnahme entscheidend verringert wird. Die so genannten Hemicellulosen (kurzkettige Zuckerbausteine) werden abgebaut. Durch die verringerte Wasseraufnahme des Holzes verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen für Pilze und dadurch verbessert sich die Dauerhaftigkeit des Holzes.

Die nach der Behandlung im Holz verbleibenden Elemente der Hemicellulosen schliessen freiwerdende Hohlräume in den Zellwänden und vernetzen beim Abkühlen des Holzes.

Der Farbton des Holzes verändert sich durch die thermische Behandlung.

Das Holz wird durch die thermische Behandlung spröder und verliert an Festigkeit, alleine diese Tatsache erlaubt es leider nicht Thermoholz als Konstruktionsholz zu verwenden, ist aber für andere Einsatzgebiete nicht von großer Bedeutung.

Welche Möglichkeiten eröffnen sich mit unserem Thermoholz?

  • Die von uns erzeugte Thermobuche ist durch die Thermobehandlung als sehr dauerhaft (Klasse 1) einzustufen und erlaubt somit den Einsatz im Außenbereich
  • Esche erhält durch die Thermobehandlung einen wunderschönen goldigen Farbton, und eignet sich hervorragend für den Möbelbau
  • Bei der Eiche können wir Farbtöne erzeugen, die eine denen der Räuchereiche oder der seltenen Mooreiche entsprechen

  Welche neue Eigenschaften weist Thermoholz auf?

Zusammenfassend lassen sich folgende positive Eigenschaften nennen:

  • Erhöhte Dauerhaftigkeit (gegen Pilzbefall und Witterungseinflüsse) – auch im Inneren des Holzes
  • Verringertes Quell- und Schwindmass (Quellungsvergütung beträgt je nach Holzart und Behandlungsstufe bis zu 70%)
  • Erhöhte Dimensionsstabilität
  • Abbau innerer Spannungen des Holzes
  • Ausgleichsfeuchte des Holzes wird reduziert, d.h. bei gleichem Umgebungsklima stellt sich bei Thermoholz eine um bis zu 70% geringere Holzfeuchte gegenüber unbehandeltem Holz ein
  • Neue Farbtöne können erzeugt werden, die von einem warmen Braunton bis zum Schwarz der Räuchereiche reichen
  • Alle Farbänderungen sind durchgängig und homogen über den Querschnitt
  • Geringfügig bessere Wärmedämmeigenschaften als unbehandeltes Holz

Holzart

Dauerhaftigkeits-klasse (1,2)

Holzausgleichsfeuchte bei 20°C/65% (3)

Nicht
thermisch
behandelt

Thermisch
behandelt

Nicht
thermisch
behandelt

Thermisch
behandelt

TEAK

1

---

10,5

---

BUCHE

5

1

11,5

4,0

ESCHE

5

Noch keine wissenschaftlichen Werte

11,0

4,0

EICHE

2

Noch keine wissenschaftlichen Werte

13,0

4,8

Klasse

Definition

Lebenserwartung unter gemäßigten Klimabedingungen

Lebenserwartung unter tropischen Klimabedingungen

1

Sehr dauerhaft

Über 25 Jahre

Über 15 Jahre

2

Dauerhaft

15 bis 25 Jahre

10 bis 15 Jahre

3

Mäßig dauerhaft

10 bis 15 Jahre

5 bis 10 Jahre

4

Wenig dauerhaft

5 bis 10 Jahre

2 bis 5 Jahre

5

Nicht dauerhaft

2 bis 5 Jahre

Weniger als 2 Jahre

Welche Einsatzbereiche kommen für Thermoholz allgemein in Frage?

Grundsätzlich kann Thermoholz überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo folgende Eigenschaften gefragt sind (ausgenommen ist wie bereits erwähnt der Einsatz im statischen Bereich):

  • Dauerhaftigkeit
  • Dimensionsstabilität
  • Optik (Farbgebung)

Außenbereich

Innenbereich

  • Fassadenelemente
  • Gartenmöbel
  • Terrassenböden und Holzfliesen
  • Fenster und Fensterläden
  • Außentüren
  • Pergolen
  • Windschutzelemente
  • Schallschutzwände
  • Spielgeräte für Spielplätze
  • Fußböden
  • Möbelbau
  • Täfelungen
  • Deckenbekleidungen
  • Sauna und Bad

1 Einteilung der Dauerhaftigkeitsklassen nach DIN 350-2
2 Zuordnung der Holzarten nach DIN 250-2
3 ca. Werte

Unbehandeltes Lärchenholz befindet sich in der Klasse 3 – 4. Fichte in der Klasse 4.

 

Wie stellen sich die Eigenschaften der Holzarten im Vergleich zueinander dar?

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